Tor nach Hernals: Gerade jetzt mehr Sicherheit und viel Grün für die Jörgerstraße

Bild: Vojislav Dzukic

16 neue Bäume, Aufenthaltsbereiche, Trinkbrunnen, Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr: Das gemeinsame Projekt wird die Jörgerstraße zwischen Gürtel und Ranftlgasse verkehrssicher und attraktiver machen. Gebaut wird im Frühling 2022.

 

Die Jörgerstraße ist, vom Gürtel kommend, das „Tor“ nach Hernals und in den südlichen Teil Währings. Sie ist Teil des Hauptradverkehrsnetzes der Stadt, und sie ist wichtig für den Fußverkehr: Viele Menschen gehen hier täglich von und zur U6- und 43er-Station Alser Straße zurück, eine Apotheke und diverse Geschäfte sind Teil der Nahversorgung. Gleichzeitig ist die Jörgerstraße in diesem Bereich eine einzige Beton- und Asphaltfläche mit entsprechenden Auswirkungen an Hitzetagen, unattraktiv für AnrainerInnen und alle, die dort unterwegs sind.

Die notwendige Sanierung eines Unfallschwerpunkts bei der Kreuzung Martinstraße wird von den beiden Bezirksvorsteherinnen, Dr.in Ilse Pfeffer für Hernals und Mag.a Silvia Nossek für Währing, nun zum Anlass genommen, den gesamten Abschnitt vom Gürtel bis zur Ranftlgasse nicht nur verkehrssicher, sondern auch attraktiver und grüner zu machen:

Mehr Sicherheit

Durch die bisherigen Spurführungen von Auto- und Radverkehr kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Unfällen mit Personenschaden. Mit der nun vorliegenden Planung werden die Radinfrastruktur und die Spurführung für den Autoverkehr wesentlich verbessert: Für den Radverkehr gibt es vom Gürtel kommend bis zur Theresiengasse einen baulich getrennten Radweg; danach führt ein komfortabler Radstreifen geradlinig über die Kreuzung Martinstraße, bis er ab der Ranftlgasse in die bestehende Radverkehrsanlage mündet. Die beiden Geradeaus-Autospuren werden früher als bisher zusammengeführt, die Rechtsabbieger in die Martinstraße bekommen erst kurz vor der Kreuzung eine eigene Abbiegespur.

Die neue Verkehrsorganisation sorgt für bessere Orientierung, geringere Geschwindigkeiten und mehr Aufmerksamkeit für den Radverkehr. Gehsteigvorziehungen verbessern außerdem die Sicherheit für den Fuß-Verkehr beim Überqueren der Straße.

Mehr Grün, mehr Lebensqualität

Beiden Bezirken war wichtig, die Jörgerstraße im Zuge dieser notwendigen Maßnahmen auch grüner und attraktiver zu machen: Zwischen Gürtel und Martinstraße werden 16 Bäume gepflanzt und großzügige Grünflächen angelegt. In einer Gegend mit bisher 100 prozentiger Versiegelung werden damit große Flächen vom Asphalt befreit. 4 Mikrofreiräume mit Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen sorgen außerdem für mehr Bequemlichkeit und Möglichkeiten zum kurzen Ausruhen am Weg. Dazu wird das kleine Platzerl bei der Ranftlgasse freundlicher gestaltet.

Die Kosten für die Verbesserung der Radinfrastruktur werden aus dem Radverkehrsbudget der Stadt getragen. Für die Begrünungs- und Gestaltungsmaßnahmen gibt es eine Förderzusage der Stadt von 80 Prozent der Projektkosten, den Rest teilen sich die beiden Bezirke. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 1,15 Mio Euro.

In beiden Bezirken wurde das Projekt kürzlich in Kommissionen präsentiert und erfuhr breite Zustimmung.

Ilse Pfeffer, Bezirksvorsteherin von Hernals: „Ich freue mich sehr über das gemeinsame Projekt „Tor nach Hernals“. Neben der Hebung der Verkehrssicherheit war es mir vor allem ein Anliegen, durch mehr Bäume und einem Trinkbrunnen mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu schaffen.“

Währings Bezirksvorsteherin Silvia Nossek: „Dass wir die gefährliche und unangenehme Verkehrssituation in der Jörgerstraße verbessern, war hoch an der Zeit. Und ich freu mich sehr, dass wir mit dieser gemeinsamen Planung aus der bisherigen Asphaltwüste eine für AnrainerInnen und PassantInnen attraktive Straße machen, in der alle gerne unterwegs sein werden.“