Nöstlingerpark

Der Lidlpark wird zum Nöstlingerpark!

In Gedenken an die im Jahr 2018 verstorbene Christine Nöstlinger wird der Lidlpark zukünftig den Namen Nöstlingerpark tragen.

Diese Umbenennung geht auf einen Antrag der SPÖ Hernals zurück, der gemeinsam mit den Grünen in der Bezirksvertretungssitzung am 6. März 2019 eingebracht wurde. Nun gab auch der Unterausschuss des Wiener Gemeinderates grünes Licht für die Umbenennung.
Hier freut es uns besonders, dass wir die Grünen überzeugen konnten, nicht nur die (ursprünglich von ihnen vorgeschlagene) sehr kleine, unbenannte Fläche Hormayrgasse Ecke Rötzergasse nach der großen Hernalser Autorin zu benennen. Der Lidlpark als großer, zentraler Park wird dem Andenken von Christine Nöstlinger unserer Ansicht nach viel besser gerecht. Gerade für sie als Kinderbuchautorin schien uns dieser Park mit seinen vielseitigen Spiel- und Sportmöglichkeiten sehr gut geeignet. Schließlich gingen die Grünen von ihrem ursprünglichen Vorschlag ab und brachten gemeinsam mit unserer Fraktion den Antrag in die Bezirksvertretungssitzung ein, der gegen die Stimmen von FPÖ und ÖVP mehrheitlich angenommen wurde.

Matthäus Lydl, nach dem der Lidlpark vor über 110 Jahren benannt wurde, lebte im 17. Jahrhundert und war Graf der damaligen Herrschaft Gersthof (streng genommen also eigentlich Währinger, kein Hernalser). Die Umbenennung dieser Fläche in Nöstlingerpark schien uns daher durchaus vertretbar – zumal die nach ihm benannte Lidlgasse weiterhin ihren Namen behalten wird.

Da gleich mehrere Bezirke um Benennung von Verkehrsflächen nach der großen Autorin ansuchten, freut es uns besonders, dass Hernals zukünftig diese große Tochter des Bezirkes ehren kann. Nöstlinger wurde in Hernals geboren, hat hier ihre Kindheit verbracht und erwähnt den Bezirk auch in ihren Büchern (beispielsweise in „Maikäfer, flieg!“). Sie verstarb am 29. Juni 2018 und wurde auf dem Hernalser Friedhof begraben.

Darüber hinaus wird der Pezzlpark zukünftig zum Mortonpark. Frederic Morton wurde 1924 als Fritz Mandelbaum in Hernals geboren und wuchs in der Thelemangasse 8 auf. Er musste im Alter von 15 Jahren vor den NationalsozialistInnen fliehen. Jahre später gelang ihm der Durchbruch als Autor. Morton kehrte nach der Befreiung vom Nationalsozialismus immer wieder in sein Geburtsland zurück, wo er mehrfache Ehrungen erhielt und sich insbesondere in seinen letzten Lebensjahren vermehrt zur Tagespolitik zu Wort meldete. Auch hier wird die Pezzlgasse weiterhin ihren Namen behalten.